Accessible City

Barrierefreie Mobilität für alle

Projekt-Dokumentation

In vielen Städten verhindern bauliche Barrieren die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Mit der App »Accessible City« zeichnen Rollstuhlnutzende ihre Wege auf. So wird sichtbar, wo eine Stadt wirklich barrierefrei ist – und wo nicht. Aus diesen Daten bauen wir eine Analyseplattform, mit der Städte gezielt handeln können.

Das Projekt läuft in zwei Phasen: 2024 haben wir in Köln die Erfassungs-App entwickelt, gefördert durch un:box cologne. Aktuell arbeiten wir in Oberhausen an Phase zwei – Community-Aufbau und Analyseplattform, gefördert aus dem Co-Creation Fund der Stadt Oberhausen.

Auf dieser Seite dokumentieren wir beides: unsere Entscheidungen, unsere Ergebnisse und das, was wir unterwegs gelernt haben.

👋 Hi! Wir sind Matthias und Alexandra

Wir sind für »Accessible City« verantwortlich.

Alexandra ist Lead in diesem Projekt. Sie hat es bei un:box Cologne eingereicht und ist für den Fortgang verantwortlich. Matthias ist ihr Teampartner und für die technische Umsetzung verantwortlich.
Beruflich sind wir User Experience-Designerin und Informatiker.

Wir wollen in einer Welt leben, in der alle Menschen, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrer Sexualität oder eben ihrer Behinderung, gleichberechtigt und ohne Barrieren am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Timeline

Phase 1 – Köln, 2024:
Die App Gefördert durch un:box cologne (Stadt Köln, BMWSB, KfW). Zielgruppenrecherche und Interviews mit Rollstuhlnutzenden · Konzept, Clickdummy und Visual Design · Entwicklung der Erfassungs-App · erste Testfahrten in Köln · Vorstellung auf dem Polis Mobility Camp. Ergebnis: eine funktionierende App, mit der Wege automatisch aufgezeichnet werden.

Phase 2 – Oberhausen, September 2025 – Juli 2026:
Die Analyseplattform Gefördert aus dem Co-Creation Fund „Gemeinsam smart“ der Stadt Oberhausen. Aufbau einer Community von Betroffenen in Oberhausen · systematische Datenerfassung gemeinsam mit dieser Community · Entwicklung einer webbasierten Analyse- und Visualisierungsplattform · Erprobung mit der Stadt. Aktueller Stand: Die App ist überarbeitet und steht zum Download bereit. Ein erster Prototyp der Analyseplattform läuft. Pilotfahrten in Oberhausen und weiteren Städten sind gefahren. Die Gespräche mit der Stadt laufen.

So funktioniert Accessible City

Accessible City ist eine App, die du auf deinem Smartphone installieren kannst.

Du startest die App, wenn du dich auf den Weg machst. So sammelst du Daten über die Barrierefreiheit deiner Strecke. Diese Daten werden automatisch ausgewertet um Wegebeschaffenheit und Hindernisse zu identifizieren.

Die Informationen über die Wegequalität können kostenlos vom offene Daten Server heruntergeladen werden.
Interessierte, wie die Stadt Köln oder Oberhausen, können sie nutzen, um effizient und effektiv die Barrierefreiheit in der Stadt zu verbessern.

Und daraus wird ein Bild der ganzen Stadt. 
Auf unserer Analyseplattform laufen die Wege vieler Menschen zusammen. Wo sind Engstellen? Welche Bordsteine sind unpassierbar? Wie verändert sich der Zustand einer Stadt im Zeitverlauf? Aus vielen einzelnen Fahrten wird eine Entscheidungsgrundlage für Verwaltung, Verkehrsplanung und Initiativen.

Unser Anspruch an das Projekt und sich daraus ergebende Richtlinien

Auf Grundlage der UX Guidlines und hinsichtlich der Timeline konnten wir eine gutes Paket des notwendigen Funktionsumfangs schnüren.

Simplicität im Fokus: Die App ist so gestaltet, dass Nutzer*innen nur die nötigsten Interaktionen durchführen müssen. Unkomplizierte Bedienung steht im Vordergrund.

Freiwillige Individualisierung: Für Nutzer*innen, die mehr Kontrolle oder Anpassung wünschen, sind detailliertere Einstellungen optional und leicht zugänglich.

Ziel: Einfachheit, Klarheit und möglichst geringer Funktionsumfang

  • So viele Funktionen wie notwendig, so wenige wie mlöglich
  • Wir fragen so wenige Informationen wie möglich von unseren nutzer*innen ab. Um Datensicherheit zu gewährleisten, gibt es keine Login-Möglichkeiten. Alle Funktionen inklusive hochladen und Löschen der Fahrt muss anonym funktionieren.
  • Die Benutzeroberfläche lenkt nicht ab, sondern ermöglicht eine schnelle und reibungslose Nutzung.

Verständliche Inhalte

  • Alle Inhalte sind klar und einfach zu verstehen. Beschriftungen und Flows sind verständlich und wichtige Funktionen deutlich hervorgehoben.
  • Priorisierung von Inhalten, die den Nutzer*innen direkt weiterhelfen, wie z.B. Routeninformationen oder Statistiken.

Informationen über das Projekt
Die App informiert transparent über das Projekt “Accessible City”, seinen Zweck und die Bedeutung der erfassten Daten.
Nutzer*innen erfahren, wie ihre Beiträge zur Verbesserung der Barrierefreiheit in der Stadt beitragen.

Mehrwert für Nutzer*innen

Nutzer*innen können Statistiken und Fahrdaten einsehen, analysieren und bei Bedarf für andere Zwecke exportieren oder teilen.
Neben dem gesellschaftlichen Nutzen bietet die App personalisierte Funktionen, wie einen Überblick über die eigenen Fahrten.

Projektumfang

Phase 1 (un:box cologne)

Phase 1 umfasst vor allem die konzeptionelle und vorbereitende Arbeit für Produkt, Informationsarchitektur und technische Umsetzung, inkl. erster Validierung.

Enthaltene Bestandteile (geplant/abgedeckt):

  • UX-Design / Research
    • Kontaktpersonen finden und Zielgruppe ansprechen
    • User-Interviews und/oder Fokusgruppen
    • User-Story-Mapping & Problemräume verstehen
    • Ideation inkl. Design Sprint (14 PT): Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung
    • Marktrecherche
  • (Informations-)Architektur
    • Struktur für App und Website
  • Prototyping
    • Wireframes/Prototyp (iterativ)
  • Qualitätssicherung & Testing (frühe Validierung)
    • Akzeptanz- und Nutzungstests (Feedback sammeln, UX validieren, iterieren)
  • Projektmanagement & Dokumentation
    • Team-interne Meetings, Dokumentation, notwendige Unterlagen (u. a. für Verwendungsnachweis)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Vorbereitung/Start)
    • Talks/Website/Verbreitung über persönliche Kontakte

Projektumfang Phase 2 (Co-Creation Fund Oberhausen)

wird noch ergänzt


Projektaufbau

Phase 1 (un:box cologne)

Das Projekt ist in mehrere Arbeitspakete strukturiert, die inhaltlich aufeinander aufbauen:

  1. UX-Design
    • Research & Zielgruppenarbeit
    • Problemverständnis und Ideengenerierung (Design Sprint)
    • Ableitung von Anforderungen für Produkt & Technik
  2. Informationsarchitektur
    • App- und Website-Struktur
    • Abbildung zentraler Use Cases (z. B. Onboarding, User Settings, Tracking)
  3. Prototyp & Testing
    • Erstellung eines Prototyps
    • Testen mit Nutzer*innen
    • Iterationen auf Basis des Feedbacks
  4. Technische Konzeption (Vorbereitung)
    • Recherche zu Tools/Libraries/Machbarkeit
    • Planung von Datenbankstruktur und API-Schnittstellen
    • Konzept für Wegeerkennung / Hindernis-Logik
  5. Projektmanagement / Dokumentation / Kommunikation
    • Laufende Organisation, Dokumentation, Außenkommunikation

Projektumfang Phase 2 (Co-Creation Fund Oberhausen

wird noch ergänzt


Was wurde gemacht – und wie? (Methoden & Vorgehen)

Phase 1 (un:box cologne)

Methodisch baut Phase 1 auf einem nutzerzentrierten Prozess auf:

  • Technische Vorbereitung: Parallele Recherche und Architekturplanung (Datenbank/API), damit UX-Erkenntnisse sauber in eine umsetzbare technische Struktur überführt werden können.
  • Nutzerfokus: Kontakte in die Zielgruppe aufbauen, Interviews/Fokusgruppe durchführen, Problemräume verstehen.
  • Strukturierung: User-Story-Mapping zur Ableitung von Anforderungen und Prioritäten.
  • Kollaboration/Ideation: Design-Sprint-Format (Vorbereitung → Durchführung → Nachbereitung) zur schnellen Entwicklung und Validierung eines ersten Prototyps.
  • Validierung: Prototyp testen, Feedback strukturiert sammeln, iterativ verbessern.

Phase 2 (Co-Creation Fund Oberhausen)

Wird noch ergänzt)

Zielgruppenrecherche, Interviews und Community

Phase 1 (un:box Cologne)

Die Zielgruppenrecherche und Rekrutierung der Interview-Teilnehmenden lief mehrgleisig:

  • Social Media-Aufrufe: Über öffentliche Aufrufe wurden erste Kontakte aus der Community gewonnen.
  • Kontakte über die Alexianer: Über bestehende Kontakte bei den Alexianern konnten weitere potenzielle Teilnehmende angesprochen werden.
  • Meetups & Netzwerkaufbau: Durch die Gespräche und Treffen (Meetups) entstand Schritt für Schritt ein kleines Netzwerk.
  • Private Kontakte: Private Kontakte und Freundschaften zu Menschen mit Rollstuhl bzw Begleitpersonen haben uns überhaupt erst dazu gebracht, dieses Projekt zu starten, mit ihnen Konten wir die ersten Interviews führen und gemeinsam unterwegs sein.

So konnten Menschen im Rollstuhl identifiziert werden, die in Köln leben und sich regelmäßig mit dem Rollstuhl in der Stadt bewegen, um mit ihnen Interviews zu führen.

Ausserdem konnten wir noch mit anderen Aktivist*innen sprechen und Erfahrungen austauschen, wie z.B. den Menschen die die Wheelmap umsetzen oder dem Assistenzkollektiv.

Ergebnisse der Interviews

Aus den Interviews ergaben sich insbesondere folgende wiederkehrende Punkte (als Grundlage für Anforderungen/Features):

  • Datenschutz/Anonymität ist zentral, wenn Wege automatisch aufgezeichnet werden.
  • Barrieren sind häufig situativ (z. B. Baustellen, abgestellte Fahrzeuge, defekte Aufzüge) und werden in bestehenden Infos oft nicht aktuell genug abgebildet.
  • Es gibt ein großes Bedürfnis nach verlässlichen, rollstuhlgerechten Routen (nicht nur „kürzeste Strecke“).
  • Kontextinformationen sind entscheidend (z. B. Bordsteinabsenkungen, Steigungen, Untergrund, Engstellen), weil „zugänglich“ je nach Person und Hilfsmittel unterschiedlich ist.
  • Transparenz & Vertrauen in Daten (Quelle, Aktualität, ggf. Community-Validierung) wurden als wichtig genannt.

Interviews mit Menschen im Rollstuhl

Für die Entwicklung der “Accessible City”-App haben wir mehrere Interviews mit Rollstuhlfahrer*innen geführt. Ziel dieser Interviews war es, mehr über ihr Leben mit dem Rollstuhl zu erfahren, ihre Herausforderungen (Pain Points) und Vorteile (Gain Points) bei der Fortbewegung in der Stadt zu verstehen und herauszufinden, welche Inhalte in der App unbedingt enthalten sein sollten – und welche nicht. Hier sind die zentralen Erkenntnisse aus den Gesprächen:

Mobilität in der Stadt

Fortbewegungsmittel

Die Teilnehmer*innen nutzen unterschiedliche Fortbewegungsmittel:

  • Eine Person kombiniert Fahrrad und Rollstuhl, wobei der Rollstuhl hauptsächlich ergänzend verwendet wird.
  • Eine andere nutzt einen manuellen Rollstuhl mit Anschiebehilfe und ist auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.
  • Eine weitere Person verwendet einen Aktivrollstuhl, der durch Akkus und ein Zuggerät erweitert wurde, um längere Strecken zurückzulegen.

Mobil bleiben

  • Eine Teilnehmer*in betonte die Wichtigkeit, aktiv zu bleiben und neue Orte zu erkunden, obwohl dies oft mit Anstrengungen verbunden ist.
  • Eine andere Person verlässt das Haus seltener, da die Mobilität in der Stadt häufig zu anstrengend ist.
  • Eine weitere Person kombiniert längere Strecken mit der Bahn, um flexibler zu sein.

Wegeplanung

Die Befragten verwenden unterschiedliche Tools und Methoden, um ihre Wege zu planen:

  • Eine Person recherchiert über Google, ob neue Orte barrierefrei sind.
  • Eine andere nutzt die App der örtlichen Verkehrsbetriebe, um barrierefreie Haltestellen zu finden.
  • Eine Teilnehmer*in hat Erfahrung mit Apps wie Wheelmap und Google Maps, um barrierefreie Routen zu planen.

Tracking Tools

  • Es bestand Interesse an Tracking-Tools für die Mobilität:
  • Eine Person nutzt bereits eine Fitness-App (z.B. Strava) und wünscht sich automatisches Tracking.
  • Eine andere trackt gelegentlich mit einer Smartwatch, sieht dies aber eher als Zusatzfunktion.
  • Eine Teilnehmer*in zeigte sich offen für solche Apps, wies jedoch darauf hin, dass diese im Alltag intuitiv und einfach sein müssen, um regelmäßig genutzt zu werden.

Wünsche für Verbesserungen

Die Teilnehmer*innen äußerten mehrere Wünsche, die für die Gestaltung der App und die Infrastruktur der Stadt relevant sind:

  • Genauere und umfassendere Informationen zu barrierefreien Routen.
  • Möglichkeiten, Zuggeräte für Rollstühle auszuleihen.
  • Spezielle Fahrdienste für Rollstuhlfahrer*innen.
  • Mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrer*innen in der Stadtplanung.

Fazit

Die Interviews haben verdeutlicht, dass Rollstuhlfahrer*innen in städtischen Umgebungen mit vielen Herausforderungen konfrontiert sind, aber auch kreative Lösungen und konkrete Wünsche haben. Eine App wie “Accessible City” könnte nicht nur praktische Unterstützung bieten, sondern auch die Mobilität und Lebensqualität erheblich verbessern, indem sie echte Probleme adressiert und die Bedürfnisse der Nutzerinnen in den Fokus stellt.

Phase 2 (Co-Creation Fund Oberhausen)

Folgt noch

Interviews mit Menschen im Rollstuhl

Für die Entwicklung der “Accessible City”-App haben wir mehrere Interviews mit Rollstuhlfahrer*innen geführt. Ziel dieser Interviews war es, mehr über ihr Leben mit dem Rollstuhl zu erfahren, ihre Herausforderungen (Pain Points) und Vorteile (Gain Points) bei der Fortbewegung in der Stadt zu verstehen und herauszufinden, welche Inhalte in der App unbedingt enthalten sein sollten – und welche nicht. Hier sind die zentralen Erkenntnisse aus den Gesprächen:

Mobilität in der Stadt

Fortbewegungsmittel

Die Teilnehmer*innen nutzen unterschiedliche Fortbewegungsmittel:

  • Eine Person kombiniert Fahrrad und Rollstuhl, wobei der Rollstuhl hauptsächlich ergänzend verwendet wird.
  • Eine andere nutzt einen manuellen Rollstuhl mit Anschiebehilfe und ist auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.
  • Eine weitere Person verwendet einen Aktivrollstuhl, der durch Akkus und ein Zuggerät erweitert wurde, um längere Strecken zurückzulegen.

Mobil bleiben

  • Eine Teilnehmer*in betonte die Wichtigkeit, aktiv zu bleiben und neue Orte zu erkunden, obwohl dies oft mit Anstrengungen verbunden ist.
  • Eine andere Person verlässt das Haus seltener, da die Mobilität in der Stadt häufig zu anstrengend ist.
  • Eine weitere Person kombiniert längere Strecken mit der Bahn, um flexibler zu sein.

Wegeplanung

Die Befragten verwenden unterschiedliche Tools und Methoden, um ihre Wege zu planen:

  • Eine Person recherchiert über Google, ob neue Orte barrierefrei sind.
  • Eine andere nutzt die App der örtlichen Verkehrsbetriebe, um barrierefreie Haltestellen zu finden.
  • Eine Teilnehmer*in hat Erfahrung mit Apps wie Wheelmap und Google Maps, um barrierefreie Routen zu planen.

Tracking Tools

  • Es bestand Interesse an Tracking-Tools für die Mobilität:
  • Eine Person nutzt bereits eine Fitness-App (z.B. Strava) und wünscht sich automatisches Tracking.
  • Eine andere trackt gelegentlich mit einer Smartwatch, sieht dies aber eher als Zusatzfunktion.
  • Eine Teilnehmer*in zeigte sich offen für solche Apps, wies jedoch darauf hin, dass diese im Alltag intuitiv und einfach sein müssen, um regelmäßig genutzt zu werden.

Wünsche für Verbesserungen

Die Teilnehmer*innen äußerten mehrere Wünsche, die für die Gestaltung der App und die Infrastruktur der Stadt relevant sind:

  • Genauere und umfassendere Informationen zu barrierefreien Routen.
  • Möglichkeiten, Zuggeräte für Rollstühle auszuleihen.
  • Spezielle Fahrdienste für Rollstuhlfahrer*innen.
  • Mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrer*innen in der Stadtplanung.

Fazit

Die Interviews haben verdeutlicht, dass Rollstuhlfahrer*innen in städtischen Umgebungen mit vielen Herausforderungen konfrontiert sind, aber auch kreative Lösungen und konkrete Wünsche haben. Eine App wie “Accessible City” könnte nicht nur praktische Unterstützung bieten, sondern auch die Mobilität und Lebensqualität erheblich verbessern, indem sie echte Probleme adressiert und die Bedürfnisse der Nutzerinnen in den Fokus stellt.

Clickdummys und Design

Erste Zeichnungen, einfache Designs und klickbare Flows der App

Zur Orientierung und zum Testen haben wir zuerst Flows und Zeichnungen des Ablaufs gebaut. Daraus haben wir dann einen Clickdummy in einem sehr reduzierten Design erstellt, der die wichtigsten Flows und Funktionen der App simuliert und mit dem wir den Funktionsumfang testen konnten.
Dieser Clickdummy beruht bereits auf ersten Gesprächen mit Menschen aus der Zielgruppe und innerhalb unserer Projektteams
Dies hilft, die Benutzerführung frühzeitig zu optimieren und Feedback zu sammeln.

Screenshot aus den fortgeschrittenen Phasen der Konzeption

Der Link öffnet den ersten Clickdummy im neuen Tab.


Entwicklung des Visual Designs und Anpassung des Clickdummies

In dieser Phase haben wir das Visual Design der App entwickelt und auf alle Kommunikationsmaterialien übertragen, einschließlich der Webseite, Instagram-Posts und Poster. Parallel dazu haben wir auf Grundlage des Feedbacks zu den Wireframes die Benutzerflüsse der App angepasst, um sie insgesamt nutzerfreundlicher und intuitiver zu gestalten.

Wit glauben, dass eine wiedererkennbare Designsprache, die dazu auch Spaß macht, gut bedienbar ist und sich an die Richtlinien der Barrierefreiheit hält wichtig für den Erfolg dieses Produkts ist.

Diversität und Positivität

Die Grundidee unseres Designs ist, Diversität sichtbar zu machen. In den Illustrationen zeigen wir Menschen mit verschiedenen Hautfarben, Körpermerkmalen und Behinderungen. Die Darstellung ist bunt, freundlich und positiv, um das Thema der barrierefreien Mobilität in der Stadt Köln mit einer optimistischen und inklusiven Haltung zu verbinden.

Pop Art als Inspiration

Die Farbwahl und der Stil der Zeichnungen sind von der Pop Art inspiriert – einer Kunstbewegung, die sich durch lebendige Farben, mutige Formen und klare Linien auszeichnet. Diese Designentscheidung ist tief mit der Identität Kölns verbunden: Das Museum Ludwig beherbergt eine der weltweit größten Pop Art-Sammlungen, und die Architektur der Stadt spiegelt eine ähnliche Verspieltheit und Kreativität wider.

  • Lebendigkeit und Energie: Die leuchtenden Farben und kontrastreichen Designs der Pop Art verleihen unserer App und den Kommunikationsmaterialien eine moderne und dynamische Ausstrahlung.
  • Klarheit und Wiedererkennung: Die klare Linienführung und starke visuelle Hierarchie der Pop Art erleichtern die Orientierung in der App und heben wichtige Elemente hervor.
  • Positiver emotionaler Bezug: Pop Art vermittelt Freude, Optimismus und Zugänglichkeit, was perfekt zu unserem Ziel passt, das Thema barrierefreie Mobilität mit einer positiven Haltung zu besetzen.

Die Bildsprache haben wir bewusst beibehalten, als das Projekt nach Oberhausen gewandert ist. Sie ist inzwischen unser Wiedererkennungsmerkmal – und die Haltung dahinter, Barrierefreiheit positiv und selbstverständlich zu zeigen, gilt in jeder Stadt.

Umsetzung in den Kommunikationsmaterialien

  • Webseite: Das Design der Webseite spiegelt die App-Ästhetik wider, mit großen, farbenfrohen Illustrationen und klar strukturierten Abschnitten, die die Nutzer*innen informieren und begeistern.
  • Social Media: Instagram-Posts nutzen die Pop Art-Ästhetik, um die Aufmerksamkeit zu erregen und Botschaften ansprechend und leicht verständlich zu präsentieren.
  • Poster: Plakate kombinieren starke visuelle Elemente mit kurzen, prägnanten Texten, um das Thema Inklusion und Barrierefreiheit auf eine inspirierende Weise zu kommunizieren.

Durch diese gestalterischen Entscheidungen konnten wir ein Design schaffen, das nicht nur die Funktionalität der App unterstützt, sondern auch die Werte und die Lebendigkeit Kölns widerspiegelt. Unser Ziel ist es, das Thema barrierefreie Mobilität in den Köpfen der Menschen mit positiver Energie und Aufgeschlossenheit zu verankern.

Poster zum Einsatz auf dem Polis Mobility Camp, bei Meetups und anderen öffentlichen Gelegenheiten, bei denen wir Accessible City vorgestellt haben

Mini-Flyer, die von Partner*innen und Netzwerker*innen in Emails verwendet werden können um neue Testpersonen und Unterstützer*innen zu finden

PR

un:box Podcast

Instagram

Die App

Hier kommt noch ein Text zur App hin

Die Analyseplattform

Die Analyseplattform

Die App sammelt Daten. Die Plattform macht daraus Erkenntnisse.

Aus vielen individuellen Wegedaten entsteht ein präzises, dynamisches Bild der städtischen Infrastruktur. Wir arbeiten aktuell an:

  • einer interaktiven Karte mit Wegequalität und erkannten Hindernissen
  • Dashboard-Modulen für Verwaltung und Verkehrsplanung
  • Exportfunktionen und einer offenen Schnittstelle
  • Modellen, die aus Bewegungsdaten automatisch auf Barrieren schließen

Ziel ist nicht die schöne Karte. Ziel sind „Quick Wins“: Stellen, an denen eine Stadt mit wenig Aufwand viel verbessern kann – und die belastbare Grundlage, um genau das zu begründen.

Technische Umsetzung

Warum modular Wir bauen die Software so, dass andere Kommunen sie mit wenig Aufwand übernehmen können. Kartenmaterial ist austauschbar, die Analysemodule sind vom Portal getrennt. Die Plattform soll später Daten aus mehreren Städten nebeneinander darstellen können.

Offen von Anfang an Accessible City ist Open Source. Die App steht unter der BSD-3-Clause-Lizenz, sämtliche verwendeten Bibliotheken und Kartendaten sind ebenfalls offen lizenziert. Die im Projekt entstehenden Daten veröffentlichen wir – soweit datenschutzrechtlich vertretbar – unter einer Open-Data-Lizenz über eine offene Schnittstelle. Das ist keine Formalie: Nur so können andere Städte, Initiativen und Forschende die Daten wirklich nutzen.

Die App Die App basiert auf dem Flutter-Framework und läuft auf Android. Für die Karten nutzen wir MapLibre und OpenStreetMap, inklusive Offline-Karten. Es gibt keinen Login und keine Accounts. Aufzeichnen, Hochladen und Löschen funktioniert vollständig anonym.

Backend und Plattform Die Serverinfrastruktur ist Go- und Node.js-basiert und verwendet ausschließlich Open-Source-Komponenten. Die Wegedaten werden anonymisiert gespeichert, ausgewertet und über die Analyseplattform visualisiert.

Code Hier zum Github repo

Fazit, Learnings und Ausblick

Bilder aus dem Prozess

Alex auf der Bühne des Polis Mobility Camp um über Accessible City zu sprechen