Wir machen sichtbar, wo Oberhausen barrierefrei ist – und wo nicht. Rollstuhlnutzende zeichnen mit unserer App ihre Wege auf. Aus diesen Daten bauen wir eine Analyseplattform, mit der die Stadt gezielt handeln und Oberhausen barrierefreier machen kann.

Diese Seite dokumentiert Phase zwei des Projekts.
Phase eins – die Entwicklung der Erfassungs-App, gefördert durch un:box cologne – findet ihr hier

Kennwerte

  • Förderung: Co-Creation Fund „Gemeinsam smart“ der Stadt Oberhausen
  • Zeitraum: September 2025 – Juli 2026
  • Fördersumme: 50.00€ + 10% Eigenmittel
  • Team: Alexandra Reichart (Projektleitung, UX), Matthias Krauß (Technik), Lisa Sonnak (Kommunikation, Projektmanagement)

Was wir mit der Förderung bauen

Barrierefreiheit scheitert selten am Willen. Sie scheitert daran, dass niemand genau weiß, wo die Probleme liegen. Wo ist der Bordstein zu hoch? Welche Umleitung kostet eine halbe Stunde Umweg? Welche Stelle meiden Menschen im Rollstuhl seit Jahren, ohne dass es je jemand erfasst hat?

Diese Lücke schließen wir. Und zwar nicht durch eine Begehung mit Klemmbrett, sondern durch die Menschen, die täglich betroffen sind.

Das Projekt hat drei Bestandteile:

  1. Eine Community in Oberhausen
    Menschen, die einen Rollstuhl oder eine andere Mobilitätshilfe nutzen und bereit sind, ihre Wege aufzuzeichnen. Ohne sie gibt es keine Daten. Deshalb ist das für uns kein Nebenschauplatz, sondern die Hauptaufgabe.
  2. Systematische Datenerfassung
    Die App zeichnet Wege automatisch auf und erkennt daraus Wegequalität und Hindernisse. Kein Login, kein Account, keine persönlichen Daten.
  3. Eine Analyseplattform
    Aus vielen einzelnen Fahrten entsteht ein Bild der Stadt: Karten, Auswertungen, Exporte. Damit aus subjektivem Erleben eine belastbare Entscheidungsgrundlage wird.

So funktioniert Accessible City

Accessible City ist eine App, die du auf deinem Smartphone installieren kannst.

Du startest die App, wenn du dich auf den Weg machst. So sammelst du Daten über die Barrierefreiheit deiner Strecke. Diese Daten werden automatisch ausgewertet um Wegebeschaffenheit und Hindernisse zu identifizieren.

Die Informationen über die Wegequalität können in er neuen Analyseplattform gut rufbereitet eingesehen werden oder kotenlos vom offene Daten Server heruntergeladen werden.
Interessierte, wie die Stadt Köln oder Oberhausen, können sie nutzen, um effizient und effektiv die Barrierefreiheit in der Stadt zu verbessern.

Meilensteine

Wir haben im Antrag sieben Meilensteine zugesagt. Hier steht, wo wir stehen.

MeilensteinPhaseAnmerkung
Bedarfsanalyse und Zielgruppendefinition abgeschlossenDiscoveryHaben wir direkt zu Beginn gemacht und dann fortlaufende Interviews
Testbarer Konzept-Mockup liegt vorKonzeptionLag im November vor und wurde einem breiten Publikum vorgestellt
App, Serverkomponenten und Protokolle spezifiziertKonzeption
Release minimales Portal und Server-BackendImplementierungDie Webseite konnte leider nicht öffentlich released werden da die Datengrundlage nicht so groß ist dass wir Datenschutz gewährleisten können.
Release zweite Portal-Version, komplexere AnalysefunktionalitätImplementierung
Funktionale Datenanalysen und Bewertung der AnalysefähigkeitEvaluationAufgrund dünner Datenlage haben wir auch Erkenntnisse aus Fahrradfahrten mit hinzugezogen
Abgeschlossene Nutzungstests mit Nutzer*innen, Feedback eingearbeitetEvaluationDurchgängig, hinsichtlich Zeit konnten wir nicht alles Feedback insbesondere bezüglich der App einbauen
PR-Material zusammengestelltÖffentlichkeitsarbeitBereits direkt zu Beginn konnten wir die Webseite, den Instagram-Kanal und diverse Videos erstellen.
Abschlussbericht mit ProjektergebnissenPM

Wo wir hinter dem Plan waren- Herausforderungen mit Timing und Community-Building

Der Aufbau der Testgruppe in Oberhausen dauert länger als geplant. Das war absehbar und war im Antrag als Hauptrisiko benannt: Menschen, die täglich mit Barrieren kämpfen, haben verständlicherweise wenig Kapazität für ein Forschungsprojekt. Wir arbeiten deshalb stärker über Multiplikator\*innen – Vereine, Beratungsstellen, Behindertenbeauftragte und die öffentlichen Medien wie der WAZ– statt nur über direkte Ansprache. Über Kontakte zu Stadtteilbüros und Anlaufstellen in Oberhausen freuen wir uns weiterhin.

Aus dieser Sachlage hat sich leider ergeben, dass wir nicht so einen großen Datensatz haben wie erhofft. hiermit steht und fällt leider auch die Projektentwicklung, sodass wir recht lange auch mit Fahrrad-Daten und testdatensätzen gearbeitet haben.

Was Oberhausen davon hat

Eine Datengrundlage, die es so bisher nicht gibt

Mobilitätsdaten werden für Autoverkehr seit Jahrzehnten erhoben, für den Radverkehr zunehmend. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gibt es sie praktisch nicht. Oberhausen bekommt sie – erhoben von den Betroffenen selbst.

Quick Wins

Nicht jede Barriere kostet einen Umbau. Manche Stelle lässt sich mit wenigen hundert Euro entschärfen. Unsere Auswertung soll genau solche Stellen finden und priorisieren: hoher Effekt, geringer Aufwand.

Anschluss an das iSTEK

Das Projekt zahlt auf drei Leitziele des integrierten Stadtentwicklungskonzepts ein: Teilhabe aller Nutzergruppen im Themenfeld Mobilität, Förderung von Inklusion und Senior\*innengerechtigkeit im Themenfeld Gesellschaftliche Teilhabe, sowie die Aufwertung öffentlicher Räume.

Vorbereitung auf den demografischen Wandel

Was für Rollstuhlnutzende funktioniert, funktioniert für Menschen mit Rollator, für Eltern mit Kinderwagen und für ältere Menschen. Wir arbeiten nach dem Prinzip „vom Spezifischen zum Allgemeinen“.

Offene Daten

Alles, was entsteht, steht unter offener Lizenz zur Verfügung – für die Verwaltung, für Forschung, für Initiativen, für andere Kommunen.

Die Analyseplattform

Die App sammelt die Daten, die Plattform macht daraus Erkenntnisse. Aus vielen einzelnen Wegen entsteht ein dynamisches Bild der städtischen Infrastruktur: Wo häufen sich Hindernisse? Welche Verbindungen werden gemieden? Wie verändert sich der Zustand über die Zeit?

Analyseplattform Screenshot aus dem Design-Dokument

Woran wir gearbeitet haben:

Unsere Webanwendung ist ein Beispiel. Jede Kommune und alle Interessierten können unsere Architektur verwenden, um ein eigeneres Analysesystem aus App und Webseite oder anderer Anwendung zu bauen und bei sich zu verwenden. In dem Fall freuen wir uns natürlich über Rückmeldung und Feedback.

  • interaktive Karte mit Wegequalität und erkannten Hindernissen
  • Erste Dashboard-Module für Verwaltung und Verkehrsplanung
  • Export und offene Schnittstelle für Dritte
  • Modelle, die aus Bewegungsdaten automatisch auf Barrieren schließen
Bildschirmaufnahme der umgesetzten Plattform mit Filtern (stand Juli 2026) am Beispiel von einer Kölner Karte.

Herausforderungen

Folgt Juli 2026

Weitere Pläne

Folgt Juli 2026

Die Community

Accessible City funktioniert nur mit den Menschen, die mitfahren. Jeder aufgezeichnete Weg macht ein Stück Oberhausen sichtbar.

Wir arbeiten mit Menschen zusammen, die einen Rollstuhl oder eine andere Mobilitätshilfe nutzen. Sie zeichnen ihre Alltagswege auf, testen die App und sagen uns, was fehlt. Ihr Feedback fließt direkt in die Entwicklung.

Du fährst in Oberhausen oder Köln?

Dann sind deine Wege für uns wertvoll. Lade die App herunter oder schreib uns – wir helfen bei der Installation und beantworten alle Fragen.

Du arbeitest bei einem Verein, einer Beratungsstelle oder einem Stadtteilbüro?

Wir suchen Multiplikator\*innen. Ein Hinweis von dir erreicht Menschen, die wir allein nicht erreichen.

Ergebnisse aus Nutzer*innen-Interviews

Wir haben im Rahmen des Projekts „Accessible City“ qualitative Interviews geführt, um unsere Annahmen zur alltäglichen Mobilität von Rollstuhlnutzer*innen zu prüfen und die wichtigsten Hürden im Stadtraum zu verstehen. Dabei haben wir sowohl mit mehreren Rollstuhlfahrer*innen (u. a. in Köln sowie im Raum Oberhausen) gesprochen als auch ein Expert*innen-Gespräch mit Sozialheld*innen geführt, um von bestehenden Projekten (z. B. MiKi/A11yScore/Wheelmap/OSM) zu lernen.⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠​

Was haben wir gemacht?

Nutzer*innen-Interviews mit Rollstuhlnutzer*innen mit unterschiedlichen Routinen und Hilfsmitteln (manueller Aktivrollstuhl, Elektrorollstuhl, Zuggerät/Handbike, Fahrdienst/ÖPNV-Kombination), um reale Wege, Barrieren, Strategien und Wünsche zu erfassen.⁠⁠⁠⁠⁠⁠​

Fokus auf:

  • Bewegung im Stadtraum (Untergrund, Bordsteine, Steigungen, Engstellen, Baustellen)
  • ÖPNV & Bahnhöfe (Aufzüge, Rampen, Haltestellenzugang, Zuverlässigkeit)
  • Orte des Alltags (Einkaufen, Gastronomie, Toiletten)
  • Wegeplanung & Apps (Google/Apple Maps, KVB/STOAG, Wheelmap/Google-Listen, Tracking mit Watch/Strava)⁠⁠​
  • Austausch mit Sozialheld*innen, um Überschneidungen, Datenquellen (v. a. OpenStreetMap), typische Fallstricke (Routing ist „riesig“), und mögliche Synergien zu verstehen.⁠⁠​

Zentrale Ergebnisse

Barrieren sind oft „klein“, haben aber große Wirkung

Am häufigsten wurden Bordsteinkanten, Kopfsteinpflaster/uneinheitlicher Untergrund, schräge Flächen/Steigungen, Engstellen und blockierte Wege (z. B. durch Autos oder Baustellen) genannt. Diese Faktoren entscheiden im Alltag darüber, ob ein Weg machbar ist – oder ob Umwege, Abbruch oder körperliche Überlastung die Folge sind.⁠⁠⁠⁠​

Fehlende Informationen sind selbst ein Problem

Viele Hürden entstehen nicht nur durch die Infrastruktur, sondern durch Unsicherheit: „Komme ich da durch?“ „Gibt es eine Rampe?“ „Ist der Aufzug kaputt?“ Besonders wichtig sind verlässliche Infos zu:

  • barrierefreien Eingängen (Stufen sind ein häufiger Ausschlussgrund)
  • Toiletten (wo gibt es eine rollstuhlgerechte Toilette?)
  • problematischen Kreuzungen/Abschnitten, die man vorher kennen muss, um Umwege einzuplanen.⁠⁠⁠⁠​

Mobilität ist sehr individuell – Hilfsmittel verändern Reichweite und Bedürfnisse

Die Interviews zeigen große Unterschiede: Manche sind sehr aktiv und schnell unterwegs (z. B. mit Zuggerät/Handbike), andere meiden Wege bei Regen, Schmerz oder hoher mentaler Belastung. Daraus folgt: „barrierefrei“ ist nicht binär – entscheidend ist, welche Barriere für wen relevant wird.⁠⁠⁠⁠⁠⁠​

ÖPNV funktioniert teils – aber die Ausnahmen sind gravierend

ÖPNV wird genutzt, aber die kritischen Punkte sind:

  • Aufzüge/Rampen/Personalprozesse (wenn etwas fehlt oder schief läuft, kann die ganze Reise scheitern)
  • Stresssituationen beim Ein-/Ausstieg und in vollen Fahrzeugen
  • negative Einzelerlebnisse (z. B. ohne Rampe weitergefahren, Zugabfahrt ohne Einstiegshilfe).​

Hohe Bereitschaft für digitale Lösungen – wenn sie leicht nutzbar sind

Viele nutzen bereits Maps-Apps; Tracking ist teils bekannt (Apple Watch/Strava). Grundsätzlich besteht Offenheit, Wege (anonymisiert) aufzuzeichnen und Barrieren zu dokumentieren – aber nur, wenn es alltagstauglich ist (möglichst wenig manueller Aufwand, idealerweise automatisch / per Shortcut / auch auf der Uhr).
Gleichzeitig wurde klar: Selbst wenn die Idee überzeugt, scheitert Nutzung schnell an Gewohnheit und Reibung.⁠⁠⁠⁠⁠⁠​

Was bedeutet das für „Accessible City“

Aus den Gesprächen ergibt sich ein klarer Bedarf: Barrierefreiheit muss entlang realer Wege sichtbar und messbar werden – nicht nur als Punkt auf einer Karte. Entscheidend sind Route-Qualität, Hindernis-Typen, Kontextinformationen (z. B. Eingang/Toilette) und verlässliche, niedrigschwellige Datenerhebung. Gleichzeitig zeigt der Austausch mit Sozialheldinnen: Für nachhaltige Wirkung lohnt es sich, auf vorhandene Ökosysteme wie OpenStreetMap* und etablierte Communities aufzubauen und das Problem pragmatisch „kleiner“ zu schneiden (lokal, nachbarschaftlich, umsetzbar).⁠⁠⁠⁠​

 Öffentlichkeitsarbeit

Ein Datenprojekt lebt davon, dass Menschen davon wissen. Wer nie von Accessible City gehört hat, zeichnet auch keine Wege auf.

Deshalb ist Öffentlichkeitsarbeit bei uns ein eigenes Arbeitspaket: Wir sind auf Veranstaltungen präsent, arbeiten mit der Presse, versuchen im Stadtraum sichtbar zu sein und laufend über den Projektstand zu berichten.

In den Medien

Über Accessible City wurde berichtet – in der lokalen Presse und durch die Stadt Oberhausen selbst.

WAZ: Problemzonen in Oberhausen: Hier muss sich dringend etwas ändern

Zeitungsartikel (Bezahlschranke)

WAZ: Video auf Social Media „Hier muss sich dringend etwas ändern“

Stadt Oberhausen – Das ist Accessible City

Video das Accessible City vorstellt auf YouTube, linkedin und Instagram.

Im Stadtraum

Für die digitalen Anzeigen an Oberhausener Haltestellen haben wir Motive im geforderten Format produziert und an die Stadt Oberhausen übergeben. Dazu kommen Poster und Flyer für Beratungsstellen, Vereine und Partnerorganisationen.

Warum uns dieser Kanal wichtig ist: Wir erreichen Menschen dort, wo Mobilität stattfindet – im Wartemoment an der Haltestelle. Und wir erreichen Menschen, die nicht auf Instagram sind.

Über Ausspielorte und Laufzeiten berichten wir, sobald uns die Daten der Stadt vorliegen.

Unser Plakat als Abwandlung für die Info-Steele.
Infos in Kurzform für die Screens am Rathaus und die Ausspielung in Bussen.

Auf Veranstaltungen

Wir stellen das Projekt regelmäßig öffentlich vor – vor Verwaltung, Fachpublikum und Betroffenen. Der direkte Austausch ist für uns nicht nur Kommunikation, sondern Recherche: Wir hören, woran es in der Praxis hakt.

Accessible City beim Jahresabschlussevent Co-Creation Fund, 25.11.2025 in Oberhausen

 Social Media

Auf Instagram und YouTube informieren wir laufend über den Projektstand, wichtige Informationen zur Barrierefreiheit und Eindrücke unserer Teilnehmer*innen. Unser Ziel ist es, nicht nur „Accessible City” bekannter zu machen, sondern insgesamt das Bewusstsein für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu steigern.

Material zum Download

Folgt Juli 2026

Fragen, Interviewanfragen oder Interesse an einer Präsentation?

Die App

Die App zeichnet Wege im Hintergrund auf. Mehr muss man nicht tun: starten, losfahren, beenden. Die Auswertung von Wegebeschaffenheit und Hindernissen passiert automatisch.

Es gibt keinen Login und keine Accounts. Aufzeichnen, Hochladen und Löschen funktioniert vollständig anonym. Wer eine Fahrt nicht teilen möchte, teilt sie nicht.

Download

Die App ist als APK-Datei für Android verfügbar, für iPhones über TestFlight..

Entwickelt wurde sie in Phase eins des Projekts in Köln. Wie sie entstanden ist – Interviews, Konzept, Design – dokumentieren wir hier

Android 

Da die App noch nicht im Play Store verfügbar ist, sind beim ersten Start ein paar kleine Schritte nötig:

  1. Nach dem Download auf „Öffnen mit Paketinstallation“ tippen.
  2. Falls Chrome eine Warnung anzeigt: Einstellungen öffnen und „Dieser Quelle vertrauen“ aktivieren.
  3. Beim ersten Start fragt die App nach deinem Standort – bitte „Bei Benutzung“ wählen. Sollte danach ein Fehler auftreten, einfach in die App-Einstellungen gehen und dort Accessible City die Standortfreigabe erteilen.

Du kommst nicht weiter? Wir helfen gerne – schreib uns einfach.

iPhones

Da die App noch nicht im App-Store verfügbar ist kannst du den Prototypen über Apple Testflight runterladen und installieren.

Technik, Open Source & Datenschutz

Offen von Anfang an

Accessible City ist Open Source. Die App steht unter der BSD-3-Clause-Lizenz. Sämtliche verwendeten Bibliotheken und Kartendaten sind ebenfalls offen lizenziert. Auch die Serverkomponenten und die Analyseplattform veröffentlichen wir unter offener Lizenz.

Daten

Die erhobenen und die daraus generierten Daten stellen wir – soweit datenschutzrechtlich vertretbar – unter einer Open-Data-Lizenz über eine offene Schnittstelle bereit. Andere Städte, Forschungseinrichtungen und Initiativen können sie nutzen.

Eingesetzte Technik

  • App: Flutter, MapLibre, OpenStreetMap, Offline-Karten, Android.
  • Backend und Plattform: Go und Node.js, ausschließlich Open-Source-Komponenten.
  • Codeverwaltung: GitHub.
  • Design: Figma (Nicht OpenSource aber branchenstandart, daher weiter durch uns verwendet)

Datenschutz

Wir erheben so wenig wie möglich. Keine Accounts, keine Namen, keine Mailadressen in der App. Wege werden anonymisiert gespeichert und ausgewertet. Nutzer*innen können jede Fahrt löschen.

Übertragbarkeit

Wir bauen die Software so, dass andere Kommunen sie übernehmen können. Kartenmaterial ist austauschbar, die Analysemodule sind vom Portal getrennt, der Code ist offen.

Konkret heißt das: Die App enthält bereits Offline-Karten und lässt sich ohne größeren Aufwand auf das gesamte Ruhrgebiet ausweiten. Die Analyseplattform ist von Beginn an so konzipiert, dass sie Daten aus mehreren Städten nebeneinander darstellen kann.

Langfristig soll Accessible City zu einer gemeinsamen Infrastruktur für barrierefreie Mobilitätsdaten werden – erst in Oberhausen, dann in Nordrhein-Westfalen, später bundesweit.

Learnings

Die Technik war nie das Problem.

Die schwierigste Frage im Projekt lautet nicht „Wie erkennen wir Bordsteine?“, sondern „Wie kommen wir an genug Daten?“. Menschen, die täglich mit Barrieren kämpfen, haben wenig Kapazität, nebenher eine App zu bedienen. Alles, was Aufwand erzeugt – Login, Formulare, Nachbearbeitung –, kostet Teilnehmende. Deshalb haben wir konsequent weggelassen.

Rohdaten überzeugen niemanden.

Eine Punktwolke auf einer Karte ist beeindruckend und nutzlos. Eine Verwaltung braucht eine priorisierte Liste von Orten, an denen sich Handeln lohnt. Diese Erkenntnis ist der Grund, warum Phase zwei überhaupt existiert.

Multiplikator*innen schlagen Direktansprache

Das meiste Feedback und die meisten Rückmeldungen haben wir bekommen, nachdem die WAZ uns mit Artikeln und Videos unterstützt hat. Natürlich, die Reichweite ist hier viel größer. Vielen Dank!

👋 Hi! Wir sind Matthias und Alexandra

Wir sind für »Accessible City« verantwortlich.

Alexandra ist Lead in diesem Projekt. Sie hat es bei un:box Cologne eingereicht und ist für den Fortgang verantwortlich. Matthias ist ihr Teampartner und für die technische Umsetzung verantwortlich.
Beruflich sind wir User Experience-Designerin und Informatiker.

Wir wollen in einer Welt leben, in der alle Menschen, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrer Sexualität oder eben ihrer Behinderung, gleichberechtigt und ohne Barrieren am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.